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Genetischer Kompatibilitätstest

Carrier Screening

Ein Carrier Screening schafft vor einer Kinderwunschbehandlung Klarheit über euer genetisches Risiko. Es zeigt, ob beide Partner Träger derselben rezessiven Genmutation sind. Bei einem erhöhten Risiko lässt sich dieses im nächsten Schritt mit einer PGT-M gezielt ausschliessen.

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Was ist ein Carrier Screening?

Jeder Mensch trägt durchschnittlich zwei bis drei Anlagen für rezessive Erbkrankheiten unbemerkt in sich. Tragen beide Partner dieselbe Anlage, besteht pro Schwangerschaft ein Risiko von 25 %, dass das Kind erkrankt. Besonders relevant ist das, wenn in eurer Familie (etwa bei Eltern, Großeltern, Tanten oder Onkeln) Erbkrankheiten oder Krebsfälle bekannt sind. Mittels einer einfachen Blutabgabe analysieren wir bei euch beiden 90 klinisch relevante Gene und über 130 schwere Erbkrankheiten.

Gut zu wissen: Beim Carrier Screening schaffen wir Klarheit über euer genetisches Risiko. Wird eine Anlage festgestellt, können wir diese in Kombination mit einer PGT-M gezielt von der Weitergabe ausschliessen. Im Rahmen einer ICSI werden dann nur Embryonen ohne die betroffene Mutation für den Transfer ausgewählt.

Für wen ist ein Carrier Screening sinnvoll?

Ein Carrier Screening hilft Paaren, mögliche genetische Risiken für ihre Kinder frühzeitig zu erkennen. Unsere Ärzte beraten euch, ob der Test in eurer Situation empfehlenswert ist.

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Paare mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis

Jedes Paar kann unbemerkt Träger derselben rezessiven Anlage sein, ohne dass eine familiäre Vorgeschichte darauf hindeutet. Ein Carrier Screening schafft Klarheit für das weitere Vorgehen.

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Paare mit genetischer Vorbelastung

Sind in eurer Familie Erbkrankheiten wie Mukoviszidose (Zystische Fibrose) oder Krebserkrankungen wie Brust- oder Darmkrebs bekannt, kann ein Carrier Screening helfen euer individuelles Risiko genauer einzuschätzen.

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Paare mit wiederholten Fehlgeburten

Bei wiederholten Fehlgeburten oder ungeklärter Unfruchtbarkeit kann ein Carrier Screening genetische Ursachen aufdecken und die weitere Behandlung gezielt darauf ausrichten.

Dr. med. (I) Maddalena Masciocchi

Warum ein Carrier Screening Klarheit schafft

Viele Paare wissen nicht, ob sie Anlagen für schwere Erbkrankheiten in sich tragen. Ein Carrier Screening macht diese Risiken transparent, bevor eine Kinderwunschbehandlung beginnt. Wird ein erhöhtes Risiko festgestellt, können wir es im Rahmen einer PGT-M gezielt ausschliessen und nur gesunde Embryonen für den Transfer auswählen. Ob ein Carrier Screening in eurer Situation sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einer genetischen Beratung.

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Behandlungsplanung

Wann im Behandlungsverlauf ist ein Carrier Screening sinnvoll?

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Ein Carrier Screening lässt sich zu jedem Zeitpunkt durchführen. Am sinnvollsten ist es früh, idealerweise im Rahmen der Fruchtbarkeitsanalyse oder vor Beginn einer Kinderwunschbehandlung. So können wir die Ergebnisse von Anfang an in eure Behandlungsplanung einbeziehen und ein eventuell erhöhtes genetisches Risiko gezielt mit einer PGT-M ausschliessen.

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Wie funktioniert der genetische Kompatibilitätstest?

Das Carrier Screening basiert auf einer einfachen Blutprobe beider Partner und liefert in der Regel nach vier Wochen Ergebnisse. Diese besprechen wir persönlich mit euch und planen gemeinsam das weitere Vorgehen.

Schritt 1

Erstgespräch und genetische Beratung

In einem ausführlichen Gespräch besprechen wir eure Vorgeschichte und familiäre Vorbelastungen, klären offene Fragen und erklären den Ablauf des Carrier Screenings. Gemeinsam entscheiden wir, ob der Test in eurer Situation sinnvoll ist.

Schritt 2

Probenentnahme

Bei beiden Partnern entnehmen wir eine einfache Blutprobe. Diese kann im Rahmen der Fruchtbarkeitsanalyse oder zu einem späteren Zeitpunkt eurer Behandlungsplanung erfolgen und dauert nur wenige Minuten.

Schritt 3

Genetische Analyse

Die Proben werden an unser Partnerlabor geschickt und mittels Whole Exome Sequencing (NGS) auf 90 klinisch relevante Gene untersucht. Die Auswertung dauert in der Regel vier Wochen.

Schritt 4

Auswertung der Ergebnisse

Unsere Ärzte werten die Ergebnisse aus und bereiten eine verständliche Zusammenfassung für euch vor.

Schritt 5

Individuelle Beratung

In einem persönlichen Gespräch besprechen wir die Ergebnisse und was sie für eure Familienplanung bedeuten. Wird ein erhöhtes Risiko festgestellt, erklären wir euch die weiteren Möglichkeiten, zum Beispiel eine PGT-M im Rahmen einer ICSI.

Genetische Untersuchungen

Wie unterscheidet sich ein Carrier Screening von einer PID?

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Ein Carrier Screening untersucht die DNA beider Partner gezielt auf Anlagen für schwere rezessive Erbkrankheiten. Eine PID hingegen untersucht die Embryonen selbst. Wird durch das Carrier Screening ein erhöhtes Risiko festgestellt, kann im Rahmen einer ICSI eine PGT-M durchgeführt werden, um gezielt Embryonen ohne die betroffene Mutation für den Transfer auszuwählen.

Weitere genetische Untersuchungen

Ein Carrier Screening ist eines von mehreren genetischen Verfahren, die im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung zum Einsatz kommen können. Hier erfährst du mehr über weitere Möglichkeiten.

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PGT-A

PGT-A prüft die Anzahl der Chromosomen und erkennt zufällige Abweichungen wie z.B. Trisomie 21. So lassen sich die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft erhöhen und das Fehlgeburtsrisiko senken.

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PGT-M

PGT-M untersucht Embryonen gezielt auf eine bekannte Genmutation in der Familie. So lässt sich verhindern, dass eine Erbkrankheit wie Mukoviszidose oder eine Krebsprädisposition wie BRCA1/2 an das Kind weitergegeben wird.

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PGT-SR

PGT-SR untersucht Embryonen gezielt auf strukturelle Chromosomenveränderungen. So lassen sich das Fehlgeburtsrisiko und das Risiko einer Behinderung beim Kind gezielt senken.

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Häufig gestellte Fragen

Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten zum Carrier Screening. Falls deine Frage hier nicht beantwortet werden kann, kannst du uns gerne direkt kontaktieren.

Wird ein Carrier Screening für alle empfohlen?

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Ein Carrier Screening ist für alle Paare mit Kinderwunsch sinnvoll, unabhängig davon, ob genetische Erkrankungen in der Familie bekannt sind. Statistisch trägt jeder Mensch durchschnittlich zwei bis drei rezessive Genmutationen, ohne es zu wissen. Unsere Ärzte beraten euch, ob der Test in eurer Situation empfehlenswert ist.

Kann der Test alle genetischen Erkrankungen erkennen?

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Nein. Unser Panel analysiert 90 klinisch relevante Gene, die mit über 130 schweren rezessiven und X-chromosomalen Erkrankungen in Verbindung stehen, darunter Mukoviszidose, Spinale Muskelatrophie, Hämophilie und Krebsprädispositionen wie BRCA1/2. Seltene oder bisher unbekannte Mutationen können nicht erfasst werden.

Welche häufigen Erbkrankheiten werden durch das Carrier Screening erkannt?

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Viele rezessive Erbkrankheiten sind häufiger, als die meisten Menschen vermuten. Einige Beispiele aus unserem Panel:

- Mukoviszidose (CFTR): etwa 1 von 25 Personen europäischer Herkunft ist Träger. Betroffene Kinder entwickeln chronische Lungen- und Verdauungserkrankungen. - Spinale Muskelatrophie / SMA (SMN1): etwa 1 von 40 bis 50 Personen europäischer Herkunft ist Träger. SMA führt zu fortschreitender Muskelschwäche, oft schon im Säuglingsalter. - Beta-Thalassämie und Sichelzellanämie (HBB): bis zu 1 von 10 Personen mit Wurzeln im Mittelmeerraum, Nahen Osten oder Afrika ist Träger. Beide Erkrankungen verursachen schwere chronische Anämien. -** Erblich erhöhtes Brust- und Eierstockkrebsrisiko (BRCA1/2):** etwa 1 von 400 Personen generell, bei aschkenasisch-jüdischer Herkunft etwa 1 von 40. Trägerinnen haben ein deutlich erhöhtes Lebenszeit-Krebsrisiko. - Fragiles-X-Syndrom (FMR1): etwa 1 von 200 Frauen ist Trägerin. Es ist die häufigste vererbte Ursache geistiger Behinderung bei Jungen.

Können auch erblich erhöhte Krebsrisiken erkannt werden?

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Ja. Unser Panel umfasst zentrale Gene für familiäre Krebsprädispositionen, darunter BRCA1 und BRCA2 (erhöhtes Brust-, Eierstock- und Pankreaskrebsrisiko), MLH1, MSH2, MSH6 und PMS2 (Lynch-Syndrom mit erhöhtem Darmkrebsrisiko) sowie weitere Gene wie PALB2, MUTYH oder VHL. So lassen sich auch erblich erhöhte Krebsrisiken früh erkennen und in die Familienplanung einbeziehen.

Welches Verfahren nutzt Cada für das Carrier Screening?

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Bei Cada nutzen wir Whole Exome Sequencing, ein modernes Verfahren aus der Familie der Next Generation Sequencing (NGS) Technologien. Untersucht werden 90 klinisch relevante Gene mit hoher Präzision. Die Auswertung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unserem Partnerlabor.

Müssen beide Partner getestet werden?

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Ja. Erst die Kombination der genetischen Anlagen beider Partner zeigt, ob ein Risiko für das Kind besteht. Daher analysieren wir Blutproben von beiden Partnern.

Ist der Test schmerzhaft?

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Nein. Das Carrier Screening basiert auf einer einfachen Blutabnahme, vergleichbar mit einer normalen Blutuntersuchung.

Was passiert, wenn wir genetisch inkompatibel sind?

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Wenn beide Partner Träger derselben rezessiven Mutation sind, besteht ein Risiko von 25%, dass das Kind die Erkrankung entwickelt. In diesem Fall gibt es verschiedene Möglichkeiten: Im Rahmen einer IVF oder ICSI kann eine PGT-M durchgeführt werden, um gezielt Embryonen ohne die betroffene Mutation für den Transfer auszuwählen. Unsere Ärzte besprechen mit euch alle Optionen.

Wie lange dauert es, bis die Ergebnisse vorliegen?

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Die Ergebnisse liegen in der Regel vier Wochen nach der Blutabnahme vor. Sobald sie verfügbar sind, vereinbaren wir zeitnah einen Termin zur Besprechung.

Wie werden unsere genetischen Daten bei Cada geschützt?

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Eure Blutproben und genetischen Daten werden ausschliesslich für die vereinbarte Analyse genutzt. Die Auswertung erfolgt in zertifizierten Laboren unter Einhaltung der schweizerischen Datenschutzbestimmungen. Eure Daten werden weder an Dritte weitergegeben noch für Forschungszwecke verwendet, sofern ihr dem nicht ausdrücklich zustimmt.

Garantiert ein Carrier Screening ein gesundes Baby?

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Nein. Ein Carrier Screening reduziert das Risiko für bestimmte rezessive Erbkrankheiten erheblich, kann aber nicht alle genetischen Erkrankungen ausschliessen. Auch nach einem unauffälligen Ergebnis werden die üblichen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft empfohlen.

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