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Präimplantationsdiagnostik

PGT-A

Bei einer IVF oder ICSI können Embryonen vor dem Transfer auf chromosomale Abweichungen untersucht werden. So können die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft erhöht und das Fehlgeburtsrisiko gesenkt werden. Unsere Ärzte beraten dich individuell zu deinen Möglichkeiten.

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Was ist PGT-A?

PGT-A (Preimplantation Genetic Testing for Aneuploidies) ist ein Verfahren, bei dem Embryonen auf die korrekte Anzahl an Chromosomen untersucht werden. Ein gesunder Embryo hat 46 Chromosomen. Fehlt ein Chromosom oder ist eines zu viel, spricht man von einer Aneuploidie. Solche Abweichungen sind eine der häufigsten Ursachen für Fehlgeburten und gescheiterte Einnistungen. Bei einer PGT-A wird eine kleine Zellprobe des Embryos entnommen und im Labor analysiert. Nur Embryonen mit unauffälligem Chromosomenbefund werden für den Transfer ausgewählt.

Gut zu wissen: Anders als bei PGT-M oder PGT-SR wird bei PGT-A nicht nach einer bestimmten Genmutation oder strukturellen Veränderung gesucht, sondern die Gesamtzahl der Chromosomen geprüft. Chromosomale Abweichungen entstehen meist zufällig und nehmen mit dem Alter der Frau zu.

Für wen ist eine PGT-A sinnvoll?

Es gibt verschiedene Situationen, in denen eine Untersuchung der Embryonen auf chromosomale Abweichungen sinnvoll sein kann. Unsere Ärzte beraten dich individuell zu deinen Möglichkeiten.

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Kinderwunsch ab 35

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für chromosomale Abweichungen in den Eizellen. PGT-A hilft, Embryonen mit unauffälligem Chromosomenbefund zu identifizieren und so die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft zu erhöhen.

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Wiederholte Fehlgeburten

Chromosomale Abweichungen sind eine der häufigsten Ursachen für Fehlgeburten. PGT-A kann helfen, Embryonen mit der richtigen Anzahl an Chromosomen auszuwählen und so das Fehlgeburtsrisiko zu senken.

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Erfolglose IVF-Zyklen

Wenn trotz guter Embryonenqualität mehrere IVF-Zyklen nicht zur Schwangerschaft geführt haben, können unerkannte chromosomale Abweichungen eine Ursache sein. PGT-A ermöglicht eine gezieltere Auswahl des Embryos für den Transfer.

Dr. med. Dirk Wallmeier

Wann ist PGT-A die richtige Entscheidung?

Chromosomale Abweichungen sind eine der häufigsten Ursachen für Fehlgeburten und gescheiterte Einnistungen. PGT-A gibt uns die Möglichkeit, den Embryo mit den besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Schwangerschaft auszuwählen. Das kann die Anzahl notwendiger Behandlungszyklen reduzieren und euch damit Zeit, Belastung und Kosten ersparen. Ob PGT-A in eurer Situation sinnvoll ist, klären wir gemeinsam in einer genetischen Beratung.

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Präimplantationsdiagnostik (PGT/PID)

Wie unterscheidet sich PGT-A von PGT-M und PGT-SR?

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PGT-A prüft, ob ein Embryo die richtige Anzahl an Chromosomen hat, und erkennt zufällige Abweichungen wie z.B. Trisomie 21. PGT-M sucht gezielt nach einer bestimmten Genmutation, die in der Familie bekannt ist. PGT-SR untersucht, ob die Struktur der Chromosomen korrekt ist, und kommt zum Einsatz, wenn bei einem Elternteil eine strukturelle Veränderung diagnostiziert wurde.

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Die PGT-A Schritt für Schritt

Nach der Eizellentnahme und Befruchtung mittels IVF oder ICSI werden die Embryonen fünf bis sechs Tage kultiviert. Danach folgt eine Biopsie, bevor Proben kryokonserviert und zur genetischen Analyse an unser Partnerlabor geschickt werden. Anschliessend besprechen wir die Ergebnisse und planen das weitere Vorgehen.

Schritt 1

Beratungsgespräch

In einem ausführlichen Gespräch besprechen wir deine Vorgeschichte und klären, ob PGT-A in deiner Situation sinnvoll ist. Zudem wird die Zustimmung der Ethik-Kommission eingeholt.

Schritt 2

IVF/ICSI und Embryonenbiopsie

Nach hormoneller Stimulation werden die Eizellen entnommen und im Labor befruchtet (IVF oder ICSI). Die Embryonen werden kultiviert, und am 3. oder 5. Tag werden einzelne Zellen für die genetische Untersuchung entnommen.

Schritt 3

Genetische Analyse

Die entnommenen Zellen werden im Labor auf genetische Merkmale untersucht. Die Ergebnisse der genetischen Analyse werden ausgewertet und interpretiert.

Schritt 4

Embryotransfer

Basierend auf den Ergebnissen wird ein Embryo ohne die entsprechende Mutation für den Transfer ausgewählt und in die Gebärmutter eingesetzt. Weitere gesunde Embryonen können für eine spätere Verwendung eingefroren werden.

Schritt 5

Schwangerschaftstest

Etwa zwei Wochen nach dem Embryotransfer wird ein Schwangerschaftstest durchgeführt. Im Falle einer Schwangerschaft können weitere Untersuchungen empfohlen werden.

Kinderwunsch mit über 40

Warum PGT-A gerade ab 40 sinnvoll ist

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Ab dem 40. Lebensjahr der Frau steigt das Risiko für chromosomale Abweichungen bei Embryonen deutlich an. Das führt häufiger zu erfolglosen Transfers oder Fehlgeburten.

Mit einer PGT-A können Embryonen vor dem Transfer auf die korrekte Anzahl an Chromosomen untersucht und nur solche mit unauffälligem Befund übertragen werden. Das erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Schwangerschaft, senkt das Fehlgeburtsrisiko erheblich und kann die Anzahl notwendiger Behandlungszyklen reduzieren.

Weitere genetische Untersuchungen

PGT-A ist eines von mehreren genetischen Verfahren, die im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung zum Einsatz kommen können. Hier erfährst du mehr über weitere Möglichkeiten.

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PGT-M

PGT-M untersucht Embryonen gezielt auf eine bekannte Genmutation in der Familie. So lässt sich verhindern, dass eine Erbkrankheit wie Mukoviszidose oder Chorea Huntington an das Kind weitergegeben wird.

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PGT-SR

PGT-SR untersucht Embryonen gezielt auf strukturelle Chromosomenveränderungen. So lassen sich das Fehlgeburtsrisiko und das Risiko einer Behinderung beim Kind gezielt senken.

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Carrier Screening

Ein Genetischer Kompatibilitätstest prüft, ob beide Partner Träger derselben rezessiven Genmutation sind. So lässt sich vor der Behandlung erkennen, ob ein erhöhtes Risiko für eine Erbkrankheit beim Kind besteht.

Unser Standort

Unsere Klinik in Zürich

In der modernen Cada Klinik erwarten dich Kinderwunschbehandlungen wie IVF, ICSI und Social Freezing direkt am Zürichsee.

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In einem Beratungsgespräch erfährst du mehr über deine Behandlung bei Cada.

Häufig gestellte Fragen

Hier findest du die wichtigsten Fragen und Antworten zur PGT-A. Falls deine Frage hier nicht beantwortet werden kann, kannst du uns gerne direkt kontaktieren.

Ist PGT-A in der Schweiz erlaubt?

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Ja. Seit September 2017 ist die Präimplantationsdiagnostik in der Schweiz gesetzlich erlaubt. Für eine PGT-A ist zusätzlich die Zustimmung einer Ethik-Kommission erforderlich. Bei Cada begleiten wir euch durch den gesamten Antragsprozess.

In Deutschland ist PGT-A zwar grundsätzlich ebenfalls möglich, unterliegt aber deutlich strengeren Einschränkungen. Das Embryonenschutzgesetz von 1990 gehört zu den restriktivsten Regelungen in Europa und begrenzt unter anderem die Anzahl der Eizellen, die pro Zyklus befruchtet werden dürfen. Das kann die Chancen auf ausreichend Embryonen für eine aussagekräftige genetische Untersuchung reduzieren. Zudem darf PGT-A in Deutschland nur in wenigen speziell zugelassenen Zentren durchgeführt werden. In der Schweiz gibt es diese Einschränkungen nicht, was mehr Flexibilität in der Behandlung ermöglicht.

Wie unterscheidet sich PGT-A von PGT-M und PGT-SR?

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PGT-A prüft die Anzahl der Chromosomen und erkennt zufällige Abweichungen. PGT-M sucht gezielt nach einer bestimmten Genmutation in der Familie. PGT-SR untersucht die Struktur der Chromosomen bei bekannten strukturellen Veränderungen.

Wie lange dauert der gesamte PGT-A Prozess?

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Der Prozess beginnt mit einem Beratungsgespräch und dem Antrag bei der Ethik-Kommission. Anschliessend folgen der IVF/ICSI-Zyklus, die Embryonenbiopsie und die genetische Analyse. Vom Erstgespräch bis zum Embryotransfer solltet ihr mit mehreren Wochen rechnen.

Bei Cada setzen wir alles daran, den Prozess so effizient wie möglich zu gestalten und Wartezeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Wir empfehlen euch daher, frühzeitig mit der Abklärung zu beginnen, damit keine wertvolle Zeit verloren geht.

Schadet die Biopsie dem Embryo?

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Die Biopsie wird am fünften oder sechsten Entwicklungstag durchgeführt, wenn der Embryo aus mehreren hundert Zellen besteht. Es werden nur wenige Zellen aus der äusseren Zellschicht entnommen, die später die Plazenta bildet. Nach aktuellem Wissensstand hat die Biopsie keinen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Embryos.

Braucht es für PGT-A zwingend eine ICSI?

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Nein. Anders als bei PGT-M oder PGT-SR kann PGT-A sowohl mit IVF als auch mit ICSI durchgeführt werden. Welches Verfahren für euch am besten geeignet ist, besprechen wir im Beratungsgespräch.

Ab welchem Alter ist PGT-A sinnvoll?

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Grundsätzlich kann PGT-A in jedem Alter durchgeführt werden. Da das Risiko für chromosomale Abweichungen ab 35 deutlich ansteigt, profitieren insbesondere Frauen ab diesem Alter von der Untersuchung. Aber auch bei jüngeren Frauen mit wiederholten Fehlgeburten oder erfolglosen IVF-Zyklen kann PGT-A sinnvoll sein, um die Schwangerschaftsrate zu erhöhen, das Fehlgeburtsrisiko zu senken und insgesamt Zeit und Kosten zu sparen. Unsere Ärzte beraten euch, ob PGT-A in eurer Situation empfehlenswert ist.

Was passiert, wenn kein Embryo einen unauffälligen Befund hat?

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Das kann vorkommen, insbesondere bei wenigen Embryonen oder höherem Alter. In diesem Fall besprechen wir mit euch die weiteren Optionen, zum Beispiel einen erneuten Behandlungszyklus.

Bei Cada haben wir langjährige Erfahrung in der Begleitung von Patientinnen ab dem 40. Lebensjahr und komplexeren Fällen mit vorherigen Fehlgeburten oder erfolglosen Behandlungen. Zudem bieten wir für Folgezyklen reduzierte Kosten an, weil es uns wichtig ist, euch auf dem Weg zum Wunschkind bestmöglich zu unterstützen.

Ersetzt PGT-A die vorgeburtliche Diagnostik in der Schwangerschaft?

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Nein. PGT-A kann das Risiko für eine Schwangerschaft mit chromosomalen Abweichungen deutlich senken, ersetzt aber nicht die reguläre vorgeburtliche Diagnostik. Auch nach einem unauffälligen PGT-A Ergebnis werden die üblichen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft empfohlen.

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